IVOM – Intravitreale operative Medikamenteneingabe

Beim Lesen „tanzen“ die Buchstaben oder verschwinden gar, Linien erscheinen verzogen und Gesichter werden nur mehr schlecht bis gar nicht mehr erkannt, weil in das Gesichtsfeld graue Flecken eingezogen sind. Patienten mit solchen Beschwerden sollten schnell zum Augenarzt um eine eventuelle Makuladegeneration (Makula = Zentrum des schärfsten Sehens der Netzhaut), oder ein anderes auf die Makula bezogenes Krankheitsbild (z.B. Makulaödem) abklären zu lassen. Mittels Spaltlampe, Mikroskop und Makula-OCT Messung wird dann festgestellt, ob und um welche Form der Makuladegeneration es sich handelt.

AMD

Meist sind die Patienten, die mit solchen Symptomen zum Augenarzt gehen, schon etwas älter. Man nennt diese Form daher auch Altersbedingte Makuladegeneration (AMD).

Ist die Makula betroffen, sind viele Patienten zunächst von dieser Nachricht bestürzt, doch nicht alle Krankheitsbilder der AMD sind heutzutage eine unmittelbare Bedrohung für das Augenlicht. Die IVOM-Therapie verspricht Verbesserung.

IVOM-Behandlung

IVOM steht für IntraVitreale Operative Medikamentenapplikation. Es handelt sich um ein Medikament das mittels spezieller Injektion direkt in das Augeninnere eingebracht wird, um so direkt wirken zu können. Die am häufigsten verwendeten Medikamente um ein Makulaödem einzudämmen sind z.B.: Avastin®, Lucentis®, Eylea® oder Ozurdex®.

Bei dem Medikament handelt es sich um sogenannte VEGF-Hemmer (Vascular Endothelial Growth Factor), die verhindern, dass im Auge ungehemmt Blutgefäße wachsen. Werden diese nämlich zu viele, können sich Blut und Flüssigkeiten auf der Netzhaut ansammeln und somit ein Sehen verhindern. Bereits vorhandene Ödeme können mit Therapie nicht mehr weiter wachsen und werden zur „Austrocknung“ gebracht.

Verlauf der Behandlung

Der VEGF-Hemmer wird mittels Injektion direkt ins Auge gespritzt. Die Behandlung ist ambulant, d.h. die Patienten kommen in die Praxis und werden auf die Behandlung mit einer reinigenden Flüssigkeit und lokaler Betäubung vorbereitet. Während der Behandlung wird das Auge mittels einer sogenannten Lidfeder sanft offen gehalten.d Die Behandlung selber dauert nur wenige Minuten. Nach einer kurzen Regenerationsphase können die Patienten die Praxis nach kurzer Zeit wieder verlassen.

In der Regel benötigen Patienten eine fortlaufende und regelmäßige Therapie, um ein schnelles Voranschreiten der Krankheit auf lange Zeit stabilisieren zu können. Typischerweise sind zu Beginn der Behandlung monatliche Kontrollen bzw. Wiederbehandlungen vorgesehen.

IVOM-Icon

Große Erfolge

War der Verlauf dieser Erkrankung bis vor einigen Jahren schlecht beeinflussbar, ist es nun möglich – abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild – nicht nur eine Stabilisierung des Befundes, sondern in vielen Fällen eine für den Patienten bemerkbare Verbesserung der Sehleistung zu erreichen. Die Erfolgsrate der Behandlung ist sehr hoch und gibt vielen Patienten ein großes Stück Lebensqualität und persönlichen Handlungsspielraum zurück.

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